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Stadtmarketing Wendlingen am Neckar

Die Kulturzeit startet wieder

04.03.2022, 21:52 Uhr

Die Kulturzeit startet wieder

Nachdem die Wendlinger Kulturzeit aufgrund der Pandemie zwei Jahre hintereinander leider abgesagt werden musste, freuen sich die Organisatoren darüber, dass die Veranstaltungsreihe in diesem Frühjahr wieder stattfinden kann. Viele Programmpunkte, die bereits 2020 geplant waren, können nun nachgeholt werden. Darüber freut sich auch Bürgermeister Steffen Weigel sehr und nutzte den Pressetermin dazu, sich bei Christiane Ehmann und ihrem Team der Stadtbücherei als Hauptorganisatoren und bei allen anderen Veranstaltern zu bedanken. Die Wendlinger Kulturzeit zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass viele örtliche Akteure daran teilnehmen, wobei die Mehrheit den Brückenschlag zum übergeordneten Thema „Literatur“ finden wird. Dabei ist das Programm äußerst vielseitig, ob musikalisch, kabarettistisch oder literarisch im eigentlichen Sinne. Es gibt also viele Gründe, die Wendlinger Kulturzeit, welche vom 31. März bis 9. April stattfinden wird, zu besuchen.

Den Auftakt macht in diesem Jahr ein Kabarettabend mit Werner Koczwara. Der aus Schwäbisch Gmünd stammende Satiriker ist bekannt für sein selbst entwickeltes „Justiz-Kabarett“, bei dem er die Paragraphen der deutschen Gesetze genauer unter die Lupe nimmt und die teils dort auftretenden Absurditäten auf humorvolle Weise wiedergibt. Neben vielen anderen Auszeichnungen hat Werner Koczwara 2017 den Baden-Württembergischen Kleinkunstpreis gewonnen. Auch sein 2010 veröffentlichtes Buch „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“ landete sofort auf der Spiegel-Bestsellerliste. Im Treffpunkt Stadtmitte präsentiert er nun sein Jubiläumsprogramm mit einer bunten Mischung aus den letzten 30 Jahren.

Kinder ab 4 Jahren dürfen sich auf „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“ freuen. Das Theater Tredeschin aus Stuttgart kommt zum ersten Mal nach Wendlingen am Neckar und bringt die weltbekannte Geschichte als Theaterstück mit.

Musik aus den 20ern gibt es am2. April zu hören. Günther Dachsel, Dorfarzt und Sänger aus Leidenschaft, und das Salonmusik-Ensemble „Fracklos“ treten gemeinsam auf und bringen den Zuhörern das besondere Jahrzehnt auf abwechslungsreiche und schwungvoll mitreißende Art näher.

Am nächsten Abend geht es musikalisch weiter. Die Musikschule Köngen/ Wendlingen am Neckar freut sich, nach der langen Wartezeit nun endlich die verschiedenen Wetterphänomene wie Blitz und Donner, Wind und Sonne auf unterhaltsame und musikalische Weise auf die Bühne zu bringen. Insgesamt rund 80 Schülerinnen und Schüler der Musikschule wirken bei der Veranstaltung mit ihren unterschiedlichen Instrumenten mit und sorgen so für einen abwechslungsreichen Abend für Jung und Alt. Auch der Wetterfrosch selbst wird vorbeischauen. Der ehemalige Schüler der Musikschule und studierte Physiker Felix Glang wird die verschiedenen Naturphänomene darüber hinaus auf anschauliche und amüsante Weise erklären.

Für Schulklassen wird die Lesung „Im Wolfsland“ mit Uta Reichardt nachgeholt.

Die ganz Kleinen sind zur Vorlesezeit mit Kamishibai eingeladen. Vorgelesen und vorgeführt wird die Geschichte „Käpten Knitterbart auf der Schatzinsel“ von Cornelia Funke.

Schon traditionell findet am Donnerstagvormittag das Literarische Frühstück statt. Martin Frey, vielen noch bekannt aus seiner Zeit als Pfarrer von 2005-2018 in Wendlingen am Neckar, wird zu Gast sein und seine selbst verfassten Gedichte vortragen. Wie gut er darin ist, bewies er bereits bei seinem Abschiedsgottesdienst vor fast vier Jahren. Zwischendurch serviert das Team des Bürgertreff MiT ein leckeres Frühstück.

Literatur pur gibt es auch bei der Lesung mit dem Tübinger Bestsellerautor Peter Prange. Er wird sein neues Buch „Der Traumpalast“ vorstellen, bei dem es um das Berlin der Goldenen Zwanziger Jahre und die Entstehung des Ufa-Palasts geht. Dabei fallen auch Namen großer Filmproduzenten. Das Buch vermittelt sehr beeindruckend das Lebensgefühl dieses besonders prägenden Jahrzehnts, das große Freiheitsgefühl der Menschen, die neue Rolle der sich emanzipierenden Frau, aber auch die politischen Entwicklungen.

Neu in diesem Jahr dabei ist der Galerieverein. Vom 30. März bis 8. Mai findet die Ausstellung „Vor den Augen der Welt“ von Konstantin Flemig in der Galerie statt. Der gelernte Journalist hat vor einigen Jahren den Weg in die Kriegsreportage eingeschlagen. Die Fotodokumentation gewährt einen Einblick hinter die Kulissen der Kriegsfotografie und zeigt, wie die Menschen in den Krisengebieten abseits der Schlachtfelder leben. Passend zu der außergewöhnlichen Ausstellung findet am 9. April eine Veranstaltung im Treffpunkt Stadtmitte statt, bei der ein Teil der Bilder gezeigt und von Konstantin Flemig mit ergreifenden Texten ergänzt werden. Musikalisch begleitet wird er

dabei von Aeham Ahmad, dem „Pianist aus den Trümmern“. In seiner Heimat Syrien zog er mit seinem Klavier auf Rädern durch die zerstörten Straßen, um gegen Hunger und Verzweiflung anzusingen und wurde dadurch weltweit bekannt. Der Künstler war vor einiger Zeit bereits zu Gast beim RobertBosch-Gymnasium.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie online unter www.wendlingerkulturzeit.de Der Vorverkauf ist bereits gestartet. Karten erhalten Sie in der Stadtbücherei, im Bürgertreff MiT, im Buchladen im Langhaus, im Rathaus (Tel. 943-292) sowie bei den jeweiligen Veranstaltern selbst.

Eintrittskarten der abgesagten Wendlinger Kulturzeit 2020 müssen in der Stadtbücherei gegen aktuelle Karten eingetauscht werden oder gegen die Auszahlung des Eintrittsgelds.

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